17.09.2024
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Überreichung des Theodor W. Adorno-Preises an Prof. Dr. Seyla Benhabib

Am Mittwoch, dem 11. September 2024, wurde in der Paulskirche Frankfurt am Main die renommierte politische Philosophin Prof. Dr. Seyla Benhabib mit dem Theodor W. Adorno-Preis 2024 für ihre herausragenden Verdienste um die kritische Theorie, politische Philosophie und Demokratieforschung. Der mit 50.000 Euro dotierte Preis wird alle drei Jahre am 11. September, dem Geburtstag Theodor W. Adornos, verliehen.

Das Kuratorium beschreibt Dr. Benhabibs Werk wie folgt: „[…] Im Zentrum des umfangreichen Werkes von Benhabib steht die Herausforderung, wie Gesellschaften die Universalität von Menschenrechten mit legitimen Interessen auf Alterität austarieren können. Das von ihr entwickelte diskursethische Instrumentarium dient dazu, Gegensätze zu überwinden. Im Sinne eines moralischen Universalismus im Anschluss an Kant untersucht Benhabib Fragen zum Spannungsverhältnis von staatlicher Souveränität und Globalisierung. Dabei hält sie in kritisch-emanzipatorischer Absicht am Konzept universaler Menschenrechte und an der Idee des Kosmopolitischen fest. In beiderlei Hinsicht sei es entscheidend, die Conditio humana im Plural zu fassen: Nur praktische Solidarität und gelebte Demokratie ermöglichten es, die Würde aller Menschen zu wahren und zugleich die Bedingungen menschlichen Lebens aufrechtzuerhalten. In einer Welt, deren Spannungen manifest und zunehmend krisenhaft sind, bestechen Benhabibs Analysen durch Klarheit und Kohärenz und ihre politischen Forderungen durch das Festhalten an einem Kosmopolitismus jenseits von Interventionismus und Indifferenz. Ihre Verteidigung universalistischer Theorie postuliert eine kommunikative Ethik, die praktische Philosophie als dialogischen Prozess einer ‚erweiterten Denkungsart‘ begreift.“

Kultur- und Wissenschaftsdezernentin Dr. Ina Hartwig, sowie Oberbürgermeister Mike Josef Mitglied des Kuratoriums des Adorno-Preises berichten: „Für den Adorno-Preis des Jahres 2024 hätte es keine bessere Preisträgerin als Seyla Benhabib geben können. Sie verbindet in ihrer Deutung des Universalismus wesentliche Positionen der Kritischen Theorie mit denjenigen Hannah Arendts und entwickelt daraus eine genuin eigene philosophische Position, die Antworten auf zentrale Fragen unserer Zeit findet. Die glanzvolle Preisverleihung am 11. September hat den Adorno-Preis der Stadt Frankfurt erneut als eines der großen intellektuellen Ereignisse Deutschlands erwiesen.“ Wir gratulieren Prof. Dr. Seyla Benhabib herzlich!

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
10.02.2027 | Frankfurt am Main

Shifting Visions of Peace and Security

Podiumsdiskussion, Ringvorlesungen

Podiumsdiskussion im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times” mit Lisbeth Zimmermann (Goethe University/Normative Orders), Antonia Witt (PRIF), Siddarth Tripathi (University of Erfurt). Moderation: Jonas Wolff (Goethe University/PRIF/Normative Orders).

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Veranstaltung
03.02.2027 | Frankfurt am Main

AI, War, and Big Tech

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Ingvild Bode (University of Southern Denmark)im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
16.12.2026 | Frankfurt am Main

International arms control in a world of uncertainties

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Malte Göttsche (TU Darmstadt/PRIF) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
02.12.2026 | Frankfurt am Main

Enabling Authoritarianism: UN Peacekeeping and the Politics of Authoritarianism

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Sarah von Billerbeck (University of Reading) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
25.11.2026 | Frankfurt

Deterrence in “Post-Liberal Times“

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Maria Mälksoo (Copenhagen University) (Goethe-Universität/PRIF/Normative Orders) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
18.11.2026 | Frankfurt am Main

The Case for (Neo)colonialism: Neotrusteeship in International Relations as the ‘Imperial Mind’ of the ‘Colonial Present’

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Nick Lemay-Hébert (Manchester University) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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