07.04.2025

Gerechtigkeit als Thema der Rechtswissenschaft

Wissenschaftliches Symposium zu Ehren von Ute Sacksofsky. Als Frankfurter Pionierin der feministischen Rechtspolitik und -theorie hat Prof. Dr. Dr. h. c. Ute Sacksofsky, M.P.A. (Harvard) nicht nur die Diskussionen um Gleichheit maßgeblich beeinflusst, sondern auch die Frage, wie gesetztes Recht mit gesellschaftlicher Gerechtigkeit in Einklang gebracht werden kann, immer wieder ins Zentrum gerückt. Ihr unermüdlicher Einsatz für eine gerechte rechtliche Behandlung von benachteiligten Gruppen fand nun am 4. und 5. April im Rahmen des Ehrensymposiums „Gerechtigkeit als Thema der Rechtswissenschaft – Kontinuität und Wandel in intergenerationeller Betrachtung“ anlässlich ihres 65. Geburtstages eine würdige Anerkennung.

Das Programm des Symposiums zeichnete die Entwicklungen und den aktuellen Stand in den zentralen Forschungsthemen von Sacksofsky und lud die Diskutant*innen ein, ihre Beiträge weiterzudenken. In einer intergenerationellen Diskussion wurden exemplarisch fünf Themenfelder behandelt, wobei jeweils drei Wissenschaftlerinnen aus unterschiedlichen akademischen Generationen zentrale Texte Sacksofskys aufgriffen, um über Wandel, Weiterentwicklung und Infragestellung zu reflektieren. Dabei wurde bewusst die Zeitlichkeit feministischer Interventionen und die Prägung feministischer Traditionen durch persönliche und inhaltliche Disruptionen thematisiert.

Die Veranstaltung wurde organisiert Prof. Dr. Anna Katharina Mangold, LL.M. (Cambridge) (Europa-Universität Flensburg) und Prof. Dr. Berit Völzmann (Leibniz Universität Hannover) in Zusammenarbeit mit dem Forschungszentrum „Normative Ordnungen“ der Gothe-Universität Frankfurt und weiteren Partnern.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung in ihrer schwersten Krise. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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Publikation
23.07.2026 | Zeitschriftenartikel

Governing the Subject of Populism

Biebricher, Thomas: "Governing the Subject of Populism". In: European Journal of Social Theory, OnlineFirst.

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News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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