Mitglied

Prof. Dr. Vera King

  • Biografische Angaben

    Prof. Dr. Vera King ist Professorin für Soziologie und psychoanalytische Sozialpsychologie im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften der Goethe-Universität und Geschäftsführende Direktorin des Sigmund-Freud-Instituts Frankfurt/M. Von 2002-2016 war sie Professorin für Entwicklungs- und Sozialisationsforschung an der Universität Hamburg, 1997-2002 wiss. Assistentin an der Goethe-Univ. Frankfurt/M., an der sie sich 2002 in Soziologie habilitierte . Ihre Schwerpunkte liegen in sozialpsychologischen Analysen gesellschaftlicher Transformationen. Sie forscht über Folgen der Digitalisierung (z.B. als Sprecherin des Verbundprojekts ‚Das vermessene Leben‘), über Optimierungsanforderungen im Kontext sich wandelnder Zeitverhältnisse (z.B. als PI eines Teilprojekts zum ‚Reproduktiven Timing‘ im Rahmen einer laufenden DFG Forschungsgruppe) und über Wandlungen sozialer Pathologien und Normalitäten (z.B. als Sprecherin des abgeschlossenen Verbundprojekts APAS ‚Aporias of Perfection in Accelerated Modernity‘). Weiterhin forscht sie über Wandlungen von Lebensphasen und Generationenbeziehungen und war Sprecherin des Promotionskollegs ‚Psychosocial Consequences of Migration and Flight. Generational dynamics and adolescent trajectories‘. Gemeinsam mit Ferdinand Sutterlüty leitet sie ein DFG-Projekt zur „Neuvermessung autoritärer Syndrome im Kontext digitaler Medien“, bei dem auch Dynamiken des Vertrauens und Misstrauens aus sozialpsychologischer Perspektive untersucht werden.

  • Publikationen

    2026 2025

    King, Vera; Sutterlüty, Ferdinand et al. (2023): „Triumph des Misstrauens. Normalisierte Spaltungen in der Coronakrise“. In: Psyche 77 (12).

    King, Vera 2022: Sozioanalyse. Zur Psychoanalyse des Sozialen mit Pierre Bourdieu. Gießen.

    King, Vera 2021: Autoritarismus als Regression, WestEnd. Zeitschrift für Kritische Sozialforschung, Stichwort ‚Destruktivität und Regression im Rechtspopulismus‘, 18(1), S. 87‒102.

    King, Vera 2020: Psyche and Society in Critical Theory and Contemporary Social Research. With special reference to Horkheimer/Adorno and Bourdieu, Azimuth. International Journal of Philosophy, 16(2), 15–33.

    King, Vera; Gerisch, Benigna & Rosa, Hartmut (Hg.) 2019: Lost in Perfection. Impacts on Optimization on Culture and Psyche, London/New York (extended German edition: Suhrkamp 2021).

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte wie die Golfstaaten treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung – etwa in der Entwicklungszusammenarbeit oder in den Vereinten Nationen – in ihrer schwersten Krise. Innenpolitisch nehmen auch in Deutschland rassistische Einstellungen zu. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

weitere Infos ›
News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

weitere Infos ›
News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

weitere Infos ›
News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

weitere Infos ›
Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

weitere Infos ›
Publikation
10.07.2026 | Sammelband

Schnittstellen im Gesundheitsrecht

Kießling, Andrea (Hrsg.) (2026): „Schnittstellen im Gesundheitsrecht“. Nomos.

weitere Infos ›