Mitglied

Prof. Dr. Matthias Jahn

  • Biografische Angaben

    Prof. Dr. Matthias Jahn, geb. 1968 in Frankfurt, Promotion über »Konfliktverteidigung« (1997) und Habilitation (2003) mit der Schrift »Das Strafrechts des Staatsnotstands« an der Goethe-Universität. Nach Tätigkeiten als Strafverteidiger (1998-2002), Staatsanwalt (2002-2005) und einer Abordnung als wissenschaftlicher Mitarbeiter an das BVerfG im strafrechtlichen Dezernat des damaligen Vizepräsidenten bis 2013 Lehrstuhlinhaber an der Universität Erlangen-Nürnberg, in dieser Zeit Ablehnung von Rufen an die Universitäten Rostock und Hannover. Seit 2010 Leiter der Forschungsstelle für Recht und Praxis der Strafverteidigung (RuPS), seit 2013 Inhaber des Lehrstuhls für Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht und Rechtstheorie der Goethe-Universität Frankfurt und Direktor des dortigen Instituts für das Gesamte Wirtschaftsstrafrecht (IGW) sowie seit 2005 im zweiten Hauptamt Richter am Oberlandesgericht, zunächst in Nürnberg, nunmehr in Frankfurt (3. Strafsenat).

    Forschungsschwerpunkte: Strafrecht, Strafprozessrecht, Wirtschaftsstrafrecht, Rechtstheorie

  • Publikationen

    2025

    Auswahl

    Jahn, Matthias (2014): Zur Rechtswirklichkeit der Pflichtverteidigerbestellung. Eine Untersuchung zur Praxis der Beiordnung durch den Strafrichter nach § 140 Abs. 1 Nr. 4 Strafprozessordnung in der Bundesrepublik Deutschland, Berlin
    Jahn, Matthias (2015):Das heutige Ermittlungsverfahren aus Sicht von Wissenschaft und Justiz – die Entwicklung in den letzten drei Jahrzehnten und die rechtspolitischen Baustellen, in: Barton, Stephan/Kölbel, Ralf/Lindemann, Michael (Hrsg.) : Wider die wildwüchsige Entwicklung des Ermittlungsverfahrens, Baden-Baden, S. 35-91
    Jahn, Matthias/Altenhain, Karsten/Kinzig, Jörg (2020), Die Praxis der Verständigung im Strafprozess. Eine Evaluation der Vorschriften des Gesetzes zur Regelung der Verständigung im Strafverfahren vom 29. Juli 2009, Baden-Baden
    Jahn, Matthias (2021), Zur Zukunft der Verständigung in Strafsachen, in: Strafverteidiger Forum, S. 48-61
    Jahn, Matthias (2023): Die Gesamtreform des deutschen Strafverfahrens – Bedeutung, Bedingungen, Befunde, in: Bülte, Jens/Dölling, Dieter/Haas, Volker/Schuhr, Jan (Hrsg.): Festschrift für Gerhard Dannecker zum 70. Geburtstag, München, S. 771-784

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte wie die Golfstaaten treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung – etwa in der Entwicklungszusammenarbeit oder in den Vereinten Nationen – in ihrer schwersten Krise. Innenpolitisch nehmen auch in Deutschland rassistische Einstellungen zu. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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Publikation
10.07.2026 | Sammelband

Schnittstellen im Gesundheitsrecht

Kießling, Andrea (Hrsg.) (2026): „Schnittstellen im Gesundheitsrecht“. Nomos.

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