Fellow (ehemalig)

Dr. Lonneke Peperkamp

Assistant Professor Philosophy of Law at Radboud University Nijmegen, and IRC Postdoctoral Fellow at University College Dublin

Research project title:
Claiming Subsistence Rights

Research abstract:
Although human rights are enshrined in international law, around 600 million people live in extreme poverty. Many consider the existence of extreme poverty in the face of abundant affluence morally problematic. The field of global distributive justice is concerned with the distribution of burdens and benefits among the global population. The main question is: What should ‘we’ (the affluent) do to address this injustice? Despite large agreement on the claim that we must, indeed, help the global poor, many people do not do that. What demands attention, therefore, is not the question of what ‘we’ should do to alleviate global poverty, but the flipside of that question: What can ‘they’ (the poor) do to secure their rights to subsistence? Potential means vary from peaceful resistance; political pressure; civil disobedience; taking resources from rightful owners; migration; to, most radically, violent resistance or war for subsistence. Such radical means are the focus of this project. The central question is: Can it be justified to claim subsistence rights by using violent means? In answering that question, this research project integrates philosophy (global justice and just war theory), human rights doctrine, and political theory.

Events:
Presentation Political Theory Colloquium 16 June 2020

  • Biografische Angaben

    Lonneke Peperkamp is Assistant Professor in Philosophy of Law at Radboud University Nijmegen, and research fellow at University College Dublin and Goethe University Frankfurt. She currently works on a two-year research project ‚Claiming Subsistence Rights‘. Her research interests are war and political violence, peace building, space ethics, global justice, poverty, and human rights. She is a member of the Board of Directors of EuroISME (the International Society for Military Ethics in Europe).

  • Publikationen

    L. Peperkamp and R. Tinnevelt (2020), ‘On the Possibility of Justified Subsistence Wars’, book chapter in: A. Chadwick and S. Egan (eds.), Poverty and Human Rights, Edward Elgar Publishing (in press).
    L. Peperkamp (2020), ‘A Just and Lasting Peace after War’, book chapter in: C. Stahn et. al. (ed.), Jus Post Bellum and the Justice of Peace, Oxford: Oxford University Press.
    L. Peperkamp (2016), ‘The Blurry Boundaries between War and Peace: Do we need to extend just war theory?’, Archives for Philosophy of Law and Social Philosophy 102/3, 315- 332.
    L. Peperkamp (2016), ‘On the Duty to Reconstruct after War: Who is responsible for jus post bellum?’, Canadian Journal of Law & Jurisprudence 29/2, 403- 430.
    L. Peperkamp (2014), ‘Jus Post Bellum: A case of minimalism versus maximalism?’, Ethical Perspectives 21/3, 255- 288.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
18.04.2026 | Frankfurt am Main

Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt

Podiumsdiskussion, Vortrag

Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet. Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen.

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Veranstaltung
29.04.2026 | Frankfurt am Main

Kulturindustrie heute?

Podiumsdiskussion

Das Gespräch „Kulturindustrie heute?“ widmet sich der Aktualität und Tragfähigkeit eines zentralen Begriffs der Kritischen Theorie. Die Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch diskutiert im Rahmen der Gesprächsreihe "Frankfurter Schule" mit dem Filmkritiker Bert Rebhandl die gegenwärtigen Formen kultureller Produktion und Verbreitung vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Plattformen und globalen Medienmärkten.

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News
19.02.2026

Call for Applications – Postdoctoral Fellowships

Am Forschungszentrum Normative Ordnungen sind für das akademische Jahr 2026/2027 mehrere Postdoctoral Fellowships mit einer Laufzeit von 10 Monaten (Beginn: 1. Oktober 2026) ausgeschrieben. Bewerbungsschluss für alle Programme ist der 15. März 2026.

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Veranstaltung
20.03.2026 | Frankfurt am Main

40 Jahre Schengen-Raum

Kolloqium

Der 1984 geschlossene Schengen-Vertrag schuf einen heute 29 Staaten umfassenden Raum ohne Binnengrenzen, doch Migration über die Außengrenzen führte zuletzt zur Wiedereinführung von Kontrollen, auch durch die Bundesregierung ab 8. Mai 2025. Das Walter Hallstein-Kolloquium diskutiert die rechtliche Zulässigkeit, wirtschaftliche Folgen insbesondere für Arbeitsmigration und Arbeitsmarkt sowie die Zukunft des Schengen-Raums.

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News
12.02.2026

Satanistische Politik und der Niedergang der Vernunft in liberalen Demokratien

Ein letztes Mal im Wintersemester 2025/26 lud das Forschungszentrum zur Ringvorlesung „Am Scheidepunkt. Zur Krise der Demokratie“. Zum Abschluss hat der Philosoph Michael Rosen von der Harvard University sein Konzept der „satanic politics“ als eine Variante der politischen Deutung der Welt vorgestellt.

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News
09.02.2026

Zur Aktualität des Gewaltbegriffs anhand von Camus und Derrida

Prof. Dr. Christine Abbt von der Universität St. Gallen hat im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ einen Vortrag über Demokratien und den Gewaltbegriff gehalten. Unter dem Titel „Demokratien verteidigen. Zur Aktualität des Gewaltbegriffs bei Camus und Derrida“ besprach die Philosophin Formen von Gewalt und Revolte und ordnete diese im Hinblick auf ein demokratisches Setting ein.

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Publikation
04.02.2026 | Zeitschriftenartikel

New Perspectives on Trust in International Conflicts

Wille, Tobias; Simon, Hendrik; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Wheeler, Nicholas J.; Holmes, Marcus; Rathbun, Brian C.; Acharya, Amitav; Mitzen, Jennifer (2026): „New Perspectives on Trust in International Conflicts“. In: International Studies Review 28 (1), viaf027. 

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News
02.02.2026

Staatlicher Wettbewerb um Menschen – David Owen über civil geopolitics

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt – Zur Zukunft der Demokratie“ präsentierte David Owen von der Universität Southampton sein Konzept der civil geopolitics.

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News
20.01.2026

Christine Hentschel über Neuorientierungen in katastrophischen Zeiten

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ sprach die Soziologin über das Leben in und den Umgang mit katastrophischen Zeiten. Vor dem Hintergrund der Zerstörung der Lebensbedingungen, Kriegen, dauerhafter Krisenhaftigkeit sowie der Bedrohungen der Demokratie widmete sich Hentschel dem Einsickern des Katastrophischen in den gesellschaftlichen Alltag und einem sich verändernden aktivistischen und literarischen Umgang mit der Zukunft.

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