JUSTLA ist ein Konsortium aus sieben EU-Universitäten und -Forschungseinrichtungen und elf lateinamerikanischen Hochschulinstitutionen. Ein Netzwerk von Wissenschaftler*innen dieser Einrichtungen widmet sich neuen Forschungslinien der politischen Theorie, die das vorherrschende liberale Gerechtigkeitsparadigma herausfordern sollen. Das Projekt knüpft dabei insbesondere an jüngere Studien zum Verhältnis von Demokratie und wirtschaftlicher Ungleichheit, zu kulturellen Identitäten (Geschlecht, Rasse und Dekolonisierung), zur Rolle der Wissenschaft in der Politik im Zeitalter der Post-Wahrheit sowie zur Klimagerechtigkeit an.

Die Einbindung lateinamerikanischer Institutionen erfolgt bewusst: Dort finden sich die fortgeschrittensten Entwicklungen in diesen Forschungsfeldern, und die sozialen, wirtschaftlichen und politischen Realitäten Lateinamerikas bieten einen privilegierten Ausgangspunkt für deren Weiterentwicklung. In der Überzeugung, dass Gerechtigkeit nicht isoliert durch Philosophie definiert werden kann, vereint das Konsortium führende europäische und lateinamerikanische Forscherinnen aus der Politischen Philosophie und verschiedenen anderen Sozialwissenschaften. Hinzu kommt eine große Gruppe von Nachwuchswissenschaftlerinnen, die gemeinsam wesentlich zur Erweiterung der wissenschaftlichen Kompetenzen auf beiden Kontinenten beitragen soll.

Ziel des Konsortiums ist es, bestehende Kooperationen und den Wissensaustausch zwischen europäischen und lateinamerikanischen Hochschulen zu vertiefen und auszubauen sowie dauerhafte institutionelle Partnerschaften zu schaffen, die über die Projektlaufzeit hinaus bestehen bleiben. Im Jahr 2026 werden insgesamt neun Fellowships am Forschungszentrum Normative Ordnungen innerhalb des Programms vergeben.

Seitens des Forschungszentrums Normative Ordnungen an der Goethe-Universität Frankfurt sind folgende Wissenschaftler*innen beteiligt:

Prof. Dr. Rainer Forst (Hauptansprechpartner)
Prof. Dr. Darrel Moellendorf
Dr. des. Amadeus Urlich
Dr. Lukas Sparenborg
Dr. Regina Schidel

Weitere Informationen zum Projekt: Hier…

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
10.02.2027 | Frankfurt am Main

Shifting Visions of Peace and Security

Podiumsdiskussion, Ringvorlesungen

Podiumsdiskussion im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times” mit Lisbeth Zimmermann (Goethe University/Normative Orders), Antonia Witt (PRIF), Siddarth Tripathi (University of Erfurt). Moderation: Jonas Wolff (Goethe University/PRIF/Normative Orders).

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Veranstaltung
03.02.2027 | Frankfurt am Main

AI, War, and Big Tech

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Ingvild Bode (University of Southern Denmark)im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
16.12.2026 | Frankfurt am Main

International arms control in a world of uncertainties

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Malte Göttsche (TU Darmstadt/PRIF) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
02.12.2026 | Frankfurt am Main

Enabling Authoritarianism: UN Peacekeeping and the Politics of Authoritarianism

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Sarah von Billerbeck (University of Reading) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
25.11.2026 | Frankfurt

Deterrence in “Post-Liberal Times“

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Maria Mälksoo (Copenhagen University) (Goethe-Universität/PRIF/Normative Orders) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
18.11.2026 | Frankfurt am Main

The Case for (Neo)colonialism: Neotrusteeship in International Relations as the ‘Imperial Mind’ of the ‘Colonial Present’

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Nick Lemay-Hébert (Manchester University) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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