Die Rolle des Kinderbetreuungsangebots für Fertilität und weibliches Arbeitsangebot

Projektleiterin: Prof. Dr. Nicola Fuchs-Schündeln

Viele Länder Süd- und Mitteleuropas kämpfen seit Jahren mit extrem niedrigen Geburtenraten sowie geringer Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen. Eine Erhöhung des öffentlichen Kinderbetreuungsangebotes scheint ein probates Instrument zu sein, beide Probleme anzugehen, und wurde vor kurzem von der deutschen Regierung beschlossen. In der Tat scheinen die skandinavischen Länder mit einer solchen Politik Erfolg zu haben. Kausalität lässt sich jedoch in diesem Zusammenhang nur schwer feststellen: stellen Regierungen Kinderbetreuungsangebote zur Verfügung, wenn Änderungen in den Normen zu einem erhöhten Kinderwunsch sowie zu einer erhöhten gewünschten Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen führen, oder erhöht eine Expansion des öffentlichen Kinderbetreuungsangebotes tatsächlich die Geburtenrate sowie die Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen?

In diesem Projekt wurde die Situation in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung analysiert. In der DDR wurde von Müttern erwartet, dass sie an ihren Arbeitsplatz zurückkehrten, während westdeutsche Normen dem Gegenteil entsprachen. Nach 1990 wurden viele der zahlreichen Kinderbetreuungsstätten im Osten geschlossen, und ich analysiere den Effekt dieser Schließungen auf die lokale Geburtenrate und das weibliche Arbeitsangebot. Die zwei Vorteile dieser Studie liegen darin, dass erstens eine große regionale und zeitliche Variation bei der Schließung der Kinderbetreuungsstätten besteht, und zweitens durch die Benutzung von Instrumentenvariablen aus der Zeit vor der Wiedervereinigung Kausalität hergestellt werden kann.

Dieses Projekt griff auf eine Vielzahl von Datensätzen zurück und wurde deshalb im Forschungsdatenzentrum des Statistischen Bundesamtes durchgeführt.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
13.11.2026 | Frankfurt am Main

When Design Gets Political

Ausstellungen, Konferenz, Podiumsdiskussion, Vortrag, Workshop

Der dritte Tag der Design Policy Days an der Goethe-Universität Frankfurt richtet sich an alle, die Design als politische Kraft denken. Gemeinsam mit dem Deutschen Designtag und der World Design Capital 2026 widmet er sich in Roundtables, Projektpräsentationen, Workshops und Ausstellungen der institutionellen Politik: Wie lässt sich Design methodisch, strukturell und normativ in politische Entscheidungsprozesse integrieren – und wie kann Politik selbst als Gestaltungsfeld verstanden werden?

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Publikation
21.09.2026 | Working Paper

Dimensionen wehrhafter Demokratie in unsicheren Zeiten

Abich, Leon; Adams, Cosima; Biebricher, Thomas; Britz, Gabriele; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Dönges, Jan; Krause, Leon; Nitzschner, Patrick; Siebert, Hannes; Siefert, Julian; Stephanblome, Isabelle (2026): "Dimensionen wehrhafter Demokratie in unsicheren Zeiten". DemoReg Working Paper 3.1.

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Veranstaltung
10.02.2027 | Frankfurt am Main

Shifting Visions of Peace and Security

Podiumsdiskussion, Ringvorlesungen

Podiumsdiskussion im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times” mit Lisbeth Zimmermann (Goethe University/Normative Orders), Antonia Witt (PRIF), Siddarth Tripathi (University of Erfurt). Moderation: Jonas Wolff (Goethe University/PRIF/Normative Orders).

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Veranstaltung
03.02.2027 | Frankfurt am Main

AI, War, and Big Tech

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Ingvild Bode (University of Southern Denmark)im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
16.12.2026 | Frankfurt am Main

International arms control in a world of uncertainties

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Malte Göttsche (TU Darmstadt/PRIF) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
02.12.2026 | Frankfurt am Main

Enabling Authoritarianism: UN Peacekeeping and the Politics of Authoritarianism

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Sarah von Billerbeck (University of Reading) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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