01.04.2025
Zeitschriftenartikel

Mensch oder Maschine? Zum Nachweis urheberrechtlicher Schutzfähigkeit im Zeitalter künstlicher Intelligenz

Durch generative KI hat der Mensch sein natürliches Monopol auf die Rolle des Werkschöpfers verloren. Vor diesem Hintergrund behandelt der Beitrag die Frage, nach welchen Regeln zu entscheiden ist, ob es sich bei einem Inhalt um einen regelmäßig nicht schutzfähigen KI-Output oder um ein Ergebnis menschlichen Schaffens handelt. Dazu wird zunächst die Interessenlage betrachtet, die sich als ambivalent erweist. Dies führt zum normativen Grundsatz, dass bei der Festlegung der Nachweisregeln ein angemessenes Gleichgewicht zwischen dem Schutz berechtigter Urheberinteressen (Stichwort Beweisnot) und der Vermeidung unberechtigter Rechtsanmaßungen herzustellen ist. Sodann erläutert der Beitrag, dass die Vermutung der Urheber- oder Rechtsinhaberschaft gem. § 10 UrhG entgegen Stimmen in der Literatur für die Bewältigung der Mensch-Maschine-Problematik nichts hergibt. Schließlich wird dargestellt, wie das Phänomen generative KI auf der Basis der allgemeinen Nachweisregeln zu verarbeiten ist. Dabei wird zwischen verschiedenen Konstellationen der Geltendmachung von Urheber- und verwandten Schutzrechten unterschieden. Untersucht werden der Zivilprozess, die Abmahnung, die Meldung einer Rechtsverletzung bei Hostingdiensten, die Werkmeldung bei Verwertungsgesellschaften und das individuelle Lizenzangebot.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Publikation
19.08.2026 | Sammelband

Sokrates revised and revisited

Bohl, Judith K.; Brandis, Veronika; Pfeifer, Guido (Hrsg.) (2026): „Sokrates revised and revisited. Überlieferung, Diskurs, Inszenierung“. Heidelberg: Propylaeum. 

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Publikation
14.08.2026 | Buchkapitel

Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia

Pfeifer, Guido (2026): "Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia". In: Gsell, Beate; Rüfner, Thomas; Babusiaux, Ulrike (Hrsg.): Die unverzichtbare Wissenschaft – The Indispensable Science, Mohr Siebeck, S. 663-671.

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Publikation
01.08.2026 | Buchkapitel

"Das Andere in uns selbst" (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität

Langner-Pitschmann, Annette (2026): „Das Andere in uns selbst“ (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität. In: Schlette, Magnus et. al. (Hrsg.): Ordnung im Übergang Zur Funktion von Transzendenzbezügen in der Konstitution und Transformation politischer Gemeinschaft, Tübingen: Mohr Siebeck, S. 185-205.

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Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung in ihrer schwersten Krise. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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Publikation
23.07.2026 | Zeitschriftenartikel

Governing the Subject of Populism

Biebricher, Thomas: "Governing the Subject of Populism". In: European Journal of Social Theory, OnlineFirst.

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