Constitutional State in crisis: The Rule of Law in dispute

Dr. María Emilia Barreyro

Laufzeit des Forschungsprojekts 12/2017 – 10/2021

The constitutional state has experienced more than one crisis in the 20th Century and the political and social events of the last decade indicate it’s facing another one. In effect, one of its central pillars, the idea of the rule of law, has recently been challenged from different positions. Populist movements, for instance, dispute its value because it is seen as dismissive of the will of the people.  Positions that claim to rely on more realistic assumptions than normative theories, show that the permanent state of emergency has become one of the essential practices of contemporary states, including the so-called democratic ones, and thus, the rule of law is no more than ideology. From republican approaches, it’s pointed out that the standard notion of rule of law is consistent with new forms of arbitrariness, for instance, with respect to non-citizens persons, and therefore, a more robust concept of the rule of law is claimed.

Taking this debate into account, the main aim of my research project is to explore, within the framework of the discourse theory of democracy and law, a notion of rule of law that embraces the notion of human rights within its scope, including those rights that protects private as well as public autonomy. Thus, the reduction of non-arbitrary state-power as the main goal of the rule of law ideal will be coinceived as closely connected to the respect of both civil and political rights. The first part of my project will engage with the discussion about the independence of the rule of law from human rights protection, while the second part will show why the inclusion of the public dimension of autonomy within the scope of the rule of law is essential to illuminate the concept of arbitrary power, and with it, the concept of rule of law. 

Selected publications related to this project

Barreyro, María Emilia and Carlos Gálvez Bermúdez, translation into Spanish of the paper “Noumenal Power” of Rainer Forst, Madrid, Las Torres de Lucca, 2019, V. 8, N°14.

Barreyro, María Emilia, “Direct-democratic Institutions: direct and democratic?”, United Kingdom, Jurisprudence. An International Journal of Legal and Political Thought, 2019, Volume 10, Issue 3, pp. 313-333. *peer-reviewed

Barreyro, María Emilia, “Formas puras y corruptas de referéndums. Notas para una evaluación de su legitimidad democrática”, México, Isonomía. Revista de teoría y filosofía del derecho, 2019, N°49, pp. 71-102. *peer-reviewed

Barreyro, María Emilia, “The purest form of communicative power. A reinterpretation of the key to the legitimacy of norms in Habermas’s model of democracy”; U.S.A., Constellations. An International Journal of Critical and Democratic Theory, 2018, Vol. 25, Issue 3, pp. 459-473. *peer-reviewed

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
18.04.2026 | Frankfurt am Main

Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt

Podiumsdiskussion, Vortrag

Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet. Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen.

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Veranstaltung
29.04.2026 | Frankfurt am Main

Kulturindustrie heute?

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Das Gespräch „Kulturindustrie heute?“ widmet sich der Aktualität und Tragfähigkeit eines zentralen Begriffs der Kritischen Theorie. Die Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch diskutiert im Rahmen der Gesprächsreihe "Frankfurter Schule" mit dem Filmkritiker Bert Rebhandl die gegenwärtigen Formen kultureller Produktion und Verbreitung vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Plattformen und globalen Medienmärkten.

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Veranstaltung
20.03.2026 | Frankfurt am Main

40 Jahre Schengen-Raum

Kolloqium

Der 1984 geschlossene Schengen-Vertrag schuf einen heute 29 Staaten umfassenden Raum ohne Binnengrenzen, doch Migration über die Außengrenzen führte zuletzt zur Wiedereinführung von Kontrollen, auch durch die Bundesregierung ab 8. Mai 2025. Das Walter Hallstein-Kolloquium diskutiert die rechtliche Zulässigkeit, wirtschaftliche Folgen insbesondere für Arbeitsmigration und Arbeitsmarkt sowie die Zukunft des Schengen-Raums.

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News
12.02.2026

Satanistische Politik und der Niedergang der Vernunft in liberalen Demokratien

Ein letztes Mal im Wintersemester 2025/26 lud das Forschungszentrum zur Ringvorlesung „Am Scheidepunkt. Zur Krise der Demokratie“. Zum Abschluss hat der Philosoph Michael Rosen von der Harvard University sein Konzept der „satanic politics“ als eine Variante der politischen Deutung der Welt vorgestellt.

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News
09.02.2026

Zur Aktualität des Gewaltbegriffs anhand von Camus und Derrida

Prof. Dr. Christine Abbt von der Universität St. Gallen hat im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ einen Vortrag über Demokratien und den Gewaltbegriff gehalten. Unter dem Titel „Demokratien verteidigen. Zur Aktualität des Gewaltbegriffs bei Camus und Derrida“ besprach die Philosophin Formen von Gewalt und Revolte und ordnete diese im Hinblick auf ein demokratisches Setting ein.

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Publikation
04.02.2026 | Zeitschriftenartikel

New Perspectives on Trust in International Conflicts

Wille, Tobias; Simon, Hendrik; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Wheeler, Nicholas J.; Holmes, Marcus; Rathbun, Brian C.; Acharya, Amitav; Mitzen, Jennifer (2026): „New Perspectives on Trust in International Conflicts“. In: International Studies Review 28 (1), viaf027. 

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News
02.02.2026

Staatlicher Wettbewerb um Menschen – David Owen über civil geopolitics

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt – Zur Zukunft der Demokratie“ präsentierte David Owen von der Universität Southampton sein Konzept der civil geopolitics.

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News
20.01.2026

Christine Hentschel über Neuorientierungen in katastrophischen Zeiten

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ sprach die Soziologin über das Leben in und den Umgang mit katastrophischen Zeiten. Vor dem Hintergrund der Zerstörung der Lebensbedingungen, Kriegen, dauerhafter Krisenhaftigkeit sowie der Bedrohungen der Demokratie widmete sich Hentschel dem Einsickern des Katastrophischen in den gesellschaftlichen Alltag und einem sich verändernden aktivistischen und literarischen Umgang mit der Zukunft.

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News
05.01.2026

Wir trauern um Thomas M. Schmidt

Mit Thomas M. Schmidt, der am letzten Tag des Jahres 2025 verstorben ist, in dem wir erst wenige Monate zuvor seinen 65. Geburtstag mit einem Symposium begingen, verlieren wir einen der großen Religionsphilosophen unserer Zeit. Sein jäher Tod reißt eine Lücke in die Gemeinschaft der Forschenden, die wie er zu verstehen suchen, was die Rolle der Religion in den säkularen Gesellschaften unserer Zeit ist und sein kann. Zugleich wird er als der wunderbare Mensch fehlen, der er war.

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