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13.05.2024 | Frankfurt am Main
Vortrag

Trusting the Blockchain, Trusting the Novel

ConTrust Speaker Series

Lecture by Adam Kelly (Associate Professor of English at University College Dublin)

In the famous 2008 paper announcing the invention of Bitcoin, Satoshi Nakamoto justified the new currency on the basis of a need for Internet commerce to eliminate the problem of trust. “What is needed is an electronic payment system based on cryptographic proof instead of trust,” Nakamoto wrote, “allowing any two willing parties to transact directly with each other without the need for a trusted third party.” The key innovation behind Bitcoin was the blockchain, a distributed ledger technology that ensured that the record of all transactions using the currency would be ineradicable and shared. Ever since the inauguration of this technology, its implications for the problem of trust – in but also well beyond the arena of online commerce – have been heavily debated. Some titles of recent books indicate how close the connection between blockchain and trust has become: The Blockchain and the New Architecture of Trust (2018); Building Decentralized Trust: Multidisciplinary Perspectives on the Design of Blockchains and Distributed Ledgers (2021); Searching for Trust: Blockchain Technology in an Age of Disinformation (2022).

This paper examines the implications of blockchain for, and through, a much older technology that retains an intimate link with the trust architecture of human life in modern societies: the literary novel. Responding to the virtual absence of literary studies from the otherwise rich interdisciplinary debates on trust over the past few decades, the paper summarizes work in the discipline on the novel’s historical importance for embedding social trust in liberalism, a modern political and economic regime that, according to Niklas Luhmann, “attempts to shift expectations from confidence to trust.” Connecting this shift in expectations to the debates around blockchain, the final part of the paper will conduct a reading of Jennifer Egan’s The Candy House (2022). Egan’s novel offers a thought experiment about how the blockchain could impact human life, and how the novel’s own architectures of trust might respond to that impact.

Adam Kelly is Associate Professor of English at University College Dublin, having previously taught at the University of York and Harvard University. His second book, New Sincerity: American Fiction in the Neoliberal Age, is forthcoming in 2024 with Stanford University Press. His articles have appeared in journals including Comparative Literature StudiesAmerican Literary History, Studies in the Novel, and Twentieth-Century Literature. He is Principal Investigator on “Imaginative Literature and Social Trust, 1990-2025,” a four-year project funded by the Irish Research Council for the period 2022-2026.

Please register in advance: office@normativeorders.net. Participation via Zoom is also possible.

Veranstalter:
„ConTrust. Vertrauen im Konflikt. Politisches Zusammenleben unter Bedingungen der Ungewissheit“ – ein Clusterprojekt des Landes Hessen am Forschungszentrum „Normative Ordnungen“ der Goethe-Universität Frankfurt am Main

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
18.04.2026 | Frankfurt am Main

Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt

Podiumsdiskussion, Vortrag

Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet. Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen.

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Veranstaltung
29.04.2026 | Frankfurt am Main

Kulturindustrie heute?

Podiumsdiskussion

Das Gespräch „Kulturindustrie heute?“ widmet sich der Aktualität und Tragfähigkeit eines zentralen Begriffs der Kritischen Theorie. Die Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch diskutiert im Rahmen der Gesprächsreihe "Frankfurter Schule" mit dem Filmkritiker Bert Rebhandl die gegenwärtigen Formen kultureller Produktion und Verbreitung vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Plattformen und globalen Medienmärkten.

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News
19.02.2026

Call for Applications – Postdoctoral Fellowships

Am Forschungszentrum Normative Ordnungen sind für das akademische Jahr 2026/2027 mehrere Postdoctoral Fellowships mit einer Laufzeit von 10 Monaten (Beginn: 1. Oktober 2026) ausgeschrieben. Bewerbungsschluss für alle Programme ist der 15. März 2026.

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Veranstaltung
20.03.2026 | Frankfurt am Main

40 Jahre Schengen-Raum

Kolloqium

Der 1984 geschlossene Schengen-Vertrag schuf einen heute 29 Staaten umfassenden Raum ohne Binnengrenzen, doch Migration über die Außengrenzen führte zuletzt zur Wiedereinführung von Kontrollen, auch durch die Bundesregierung ab 8. Mai 2025. Das Walter Hallstein-Kolloquium diskutiert die rechtliche Zulässigkeit, wirtschaftliche Folgen insbesondere für Arbeitsmigration und Arbeitsmarkt sowie die Zukunft des Schengen-Raums.

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News
12.02.2026

Satanistische Politik und der Niedergang der Vernunft in liberalen Demokratien

Ein letztes Mal im Wintersemester 2025/26 lud das Forschungszentrum zur Ringvorlesung „Am Scheidepunkt. Zur Krise der Demokratie“. Zum Abschluss hat der Philosoph Michael Rosen von der Harvard University sein Konzept der „satanic politics“ als eine Variante der politischen Deutung der Welt vorgestellt.

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News
09.02.2026

Zur Aktualität des Gewaltbegriffs anhand von Camus und Derrida

Prof. Dr. Christine Abbt von der Universität St. Gallen hat im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ einen Vortrag über Demokratien und den Gewaltbegriff gehalten. Unter dem Titel „Demokratien verteidigen. Zur Aktualität des Gewaltbegriffs bei Camus und Derrida“ besprach die Philosophin Formen von Gewalt und Revolte und ordnete diese im Hinblick auf ein demokratisches Setting ein.

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Publikation
04.02.2026 | Zeitschriftenartikel

New Perspectives on Trust in International Conflicts

Wille, Tobias; Simon, Hendrik; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Wheeler, Nicholas J.; Holmes, Marcus; Rathbun, Brian C.; Acharya, Amitav; Mitzen, Jennifer (2026): „New Perspectives on Trust in International Conflicts“. In: International Studies Review 28 (1), viaf027. 

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News
02.02.2026

Staatlicher Wettbewerb um Menschen – David Owen über civil geopolitics

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt – Zur Zukunft der Demokratie“ präsentierte David Owen von der Universität Southampton sein Konzept der civil geopolitics.

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News
20.01.2026

Christine Hentschel über Neuorientierungen in katastrophischen Zeiten

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ sprach die Soziologin über das Leben in und den Umgang mit katastrophischen Zeiten. Vor dem Hintergrund der Zerstörung der Lebensbedingungen, Kriegen, dauerhafter Krisenhaftigkeit sowie der Bedrohungen der Demokratie widmete sich Hentschel dem Einsickern des Katastrophischen in den gesellschaftlichen Alltag und einem sich verändernden aktivistischen und literarischen Umgang mit der Zukunft.

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