Geoff Mann: Failed States and Cloudy Skies: Tipping Points, Overshoot and Permanent Emergency, after America
Lecture by Geoff Mann (Simon Fraser University)
Part of the lecture series „Der Klimawandel: Von ökologischen zu demokratischen Kipppunkten?“ (Climate Change: From Ecological to Democratic Tipping Points?) at the Research Centre Normative Orders.
Über die Reihe
“Wir befinden uns am Rande einer unumkehrbaren Klimakatastrophe. Es handelt sich hierbei zweifellos um einen globalen Notfall. (…) Wir treten in eine kritische und unvorhersehbare neue Phase der Klimakrise ein.” So beginnen William J. Ripple und seine Kollegen ihren „Klimabericht 2024“. Es ist mittlerweile klar, dass der Klimawandel nicht nur eine ökologische, sondern auch eine politische Herausforderung darstellt. Wie können angesichts der Dringlichkeit der Lage, aber auch des stetig wachsenden Widerstands seitens der fossilen Brennstoffindustrie wirksame und faire Klimaschutzmaßnahmen demokratisch umgesetzt werden? Ist das Versagen, angemessen auf den Klimawandel zu reagieren, ein Versagen der Demokratie? Übersteigt die Bewältigung der Klimakrise die demokratischen Kapazitäten?
Die Vortragsreihe untersucht Fragen der Klimakrise als Herausforderungen für demokratische Gesellschaften und konzentriert sich auf Themen wie politische Legitimität, Widerstand gegen fossile Brennstoffe und die Interessen künftiger Generationen.
Die Ringvorlesung des Forschungszentrums Normative Ordnungen im Sommersemester 2026 fand im Rahmen des Forschungsprogramms „Zeitenwenden. Normative Ordnungen im Umbruch?“ gefördert durch den Stiftungsfonds Commerzbank im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft statt. Sie wurde organisiert von Prof. Dr. Darrel Moellendorf und Dr. Lukas Sparenborg.
Aktuelles aus dem Forschungszentrum
Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026
Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte wie die Golfstaaten treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung – etwa in der Entwicklungszusammenarbeit oder in den Vereinten Nationen – in ihrer schwersten Krise. Innenpolitisch nehmen auch in Deutschland rassistische Einstellungen zu. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.
weitere Infos ›Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet
Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.
weitere Infos ›Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?
Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?
weitere Infos ›Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden
Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.
weitere Infos ›Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen
Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.
weitere Infos ›Schnittstellen im Gesundheitsrecht
Kießling, Andrea (Hrsg.) (2026): „Schnittstellen im Gesundheitsrecht“. Nomos.
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