10.12.2025
Buchkapitel

Ius naturale und Lex naturalis bei Autoren der „Schule von Salamanca”

Der Artikel behandelt unterschiedliche Deutungen der Be
griffe des natürlichen Rechts (ius naturale) und des natürlichen Gesetzes (lex na
turalis) in der „Schule von Salamanca“ bei Vitoria, Soto, Suárez und Vásquez. In
Vitorias Kommentar zu Thomas von Aquin lassen sich weiterführende Einsichten
in die Besonderheiten des Rechts (ius), in die Unterscheidung von ius und lex und in
eine gegenüber Thomas von Aquin veränderte Bestimmung des ius naturale auf
weisen. Bei Soto, Suárez und Vásquez wird das ius naturale in Beziehung zur lex
naturalis gebracht. Diese Autoren bestimmen das Recht als Objekt der Gerechtig
keit, treten aber je für ein anderes Verhältnis zwischen ius naturale und lex na
turalis ein. Soto weitet den Bereich des Naturgesetzes auf die gesamte Schöpfung
aus und betont die Unterschiede zwischen natürlichem Recht und natürlichem
Gesetz. Die bei Soto angelegten Problemstellungen spitzen sich bei Suárez und
Vásquez zu einem Disput über Wesen und Verpflichtungskraft des natürlichen
Gesetzes zu.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte wie die Golfstaaten treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung – etwa in der Entwicklungszusammenarbeit oder in den Vereinten Nationen – in ihrer schwersten Krise. Innenpolitisch nehmen auch in Deutschland rassistische Einstellungen zu. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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Publikation
10.07.2026 | Sammelband

Schnittstellen im Gesundheitsrecht

Kießling, Andrea (Hrsg.) (2026): „Schnittstellen im Gesundheitsrecht“. Nomos.

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