Helga Haftendorn und die Theorie Internationaler Beziehungen
Der Aufsatz würdigt Helga Haftendorns Beitrag zur Professionalisierung der Disziplin Internationale Beziehungen und insbesondere der sicherheitspolitischen Forschung durch ihre konsequent theoriebewusste und theorieorientierte Forschung und Lehre, ohne dass sie selber eine theoretische Schule begründet oder einen bestimmten Ansatz verfochten hätte. Gerade der pragmatische, undogmatische Umgang mit Theorie hat es ihr ermöglicht, selber wichtige Erkenntnisse insbesondere über deutsche Außenpolitik und die Rolle internationaler Sicherheitsinstitutionen zu erzielen und andere dazu anzuleiten, ihre eigenen Ansätze und Fragestellungen zu entwickeln. Der kritische Diskurs war ihr immer wichtiger als die Hegemonie eines bestimmten Paradigmas.