24.06.2025
Buchkapitel

Die unkontrollierbare Organisation. Potenzial und Grenzen von Kritik und externer Kontrolle als Voraussetzung für Fehlerkultur in der Polizei

Abstract

Die Polizei bedarf angesichts ihrer Funktion und Befugnisse im demokratischen Rechtsstaat in besonderer Weise der Kontrolle und Einhegung. Selbst ist die Organisation nur höchst eingeschränkt in der Lage, eine angemessene Fehlerkultur zu etablieren, um Fehlverhalten und Machtmissbrauch entgegenzuwirken und transparent aufzuarbeiten. Aber auch die etablierten externen Kontrollmechanismen sind angesichts der Eigenheiten der Organisation Polizei nur bedingt in der Lage, eine effektive Kontrolle zu gewährleisten und die interne Fehlerkultur zu stärken. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, inwiefern neuere Ansätze der Police Accountability zu einer besseren Einhegung und Fehlerkultur der Organisation beitragen können. Hierzu schlagen wir im Folgenden eine andere Sichtweise auf Fehlverhalten vor, aus der wir keine Fehler- oder Fehlverhaltenskultur ableiten, sondern für mehr externe Kontrolle und Kritik, ein Aushalten und eine Auseinandersetzung mit dieser plädieren. Hierzu werden zunächst Perspektiven auf Fehlerverhalten und klassische Formen der Kontrolle sowie ihre Probleme erörtert, um anschließend neuere Formen der Kontrolle und ihre Potenziale zu diskutieren.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte wie die Golfstaaten treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung – etwa in der Entwicklungszusammenarbeit oder in den Vereinten Nationen – in ihrer schwersten Krise. Innenpolitisch nehmen auch in Deutschland rassistische Einstellungen zu. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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Publikation
10.07.2026 | Sammelband

Schnittstellen im Gesundheitsrecht

Kießling, Andrea (Hrsg.) (2026): „Schnittstellen im Gesundheitsrecht“. Nomos.

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