Mit Waffen wehren sich Mann und Frau. Die Rechtfertigung der Selbstverteidigung
Vortrag von Prof. Dr. Klaus Günther, Professor für Rechtstheorie, Strafrecht und Strafprozessrecht der Goethe-Universität Frankfurt am Main (Co-Sprecher des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“) am 14. September 2016 innerhalb des Rahmenprogramms des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ zur Ausstellung „Unter Waffen. Fire & Forget 2“.
Wenn es darum geht, sich zu bewaffnen oder Waffen gegen andere Menschen einzusetzen, dann fast immer nur mit der – wenn auch oftmals fadenscheinigen – Absicht, sich selbst zu verteidigen oder Schwache und Wehrlose vor einem Angriff zu schützen. Über einen langen historischen Zeitraum blieb es jedoch zumeist das Privileg adliger Männer, sich mit Waffengewalt zu wehren, vor allem, wenn die eigene Ehre auf dem Spiel stand. Auch nach der Entmachtung des Adels lebte dieses Selbstverständnis im Ritual des Duells weiter. Seit einiger Zeit ist dieses Privileg egalisiert worden. Männer und Frauen verteidigen sich selbst, notfalls mit der Waffe, manchen gilt dies sogar als ein elementares, unverfügbares Recht. Der Vortrag geht den Gründen und Folgen dieses Wandlungsprozesses nach.
Veranstalter:
Museum Angewandte Kunst, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
News from the research center
The Cambridge History of Latin American Law in Global Perspective
Duve, Thomas; Herzog, Tamar (eds.): The Cambridge History of Latin American Law in Global Perspective, Cambridge: Cambridge University Press, 2024 (portugiesisch 2025; spanisch 2026).
more information ›Rechtsgeschichte des frühneuzeitlichen Hispanoamerika
Duve, Thomas; Egío, José Luis (2023): Rechtsgeschichte des frühneuzeitlichen Hispanoamerika, Berlin: De Gruyter, 2023.
more information ›Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt
Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet. Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen.
more information ›Democracy Over Time and the Climate Crisis
Vortrag von Anja Karnein (Binghamton). Die Vortragsreihe untersucht Fragen der Klimakrise als Herausforderungen für demokratische Gesellschaften und konzentriert sich auf Themen wie politische Legitimität, Widerstand gegen fossile Brennstoffe und die Interessen künftiger Generationen. Sie wird organisiert von Prof. Dr. Darrel Moellendorf und Dr. Lukas Sparenborg.
more information ›Capital Investment, Inequality, and State Power in a Time of Climate Emergency
The lecture series examines questions of the climate crisis as challenges for democratic
societies and focuses on issues of political legitimacy, fossil fuel resistance, and the interests
of future generations.
Failed States and Cloudy skies: Tipping Points, Overshoot and Permanent Emergency, after America
The lecture series examines questions of the climate crisis as challenges for democratic
societies and focuses on issues of political legitimacy, fossil fuel resistance, and the interests
of future generations.
Political Legitimacy, Authoritarianism, and Climate Change
Lecture by Ross Mittiga (SOAS London). The lecture series examines questions of the climate crisis as challenges for democratic societies and focuses on issues of political legitimacy, fossil fuel resistance, and the interests of future generations. It is organized by Prof. Dr. Darrel Moellendorf and Dr. Lukas Sparenborg.
more information ›