46. Römerberggespräche: Demokratie braucht Streit!
Demokratie braucht Streit! Zur integrativen Kraft gesellschaftlicher Konflikte
Vortrag von Nicole Deitelhoff im Rahmen der 46. Römerberggespräche „Die neue Lust an der Zerstörung – oder wie die Demokratie ihre Fassung bewahrt“ in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ im Schauspiel Frankfurt.
(Wegen einer technischen Störung während der Aufzeichung ist die Tonqualität beeinträchtigt. Wir bitten dies zu berücksichtigen.)
Nicole Deitelhoff ist seit 2009 Professorin für Internationale Beziehungen im Exzellenzcluster „Normative Ordnungen“ an der Goethe-Universität Frankfurt und seit 2016 Direktorin des Leibniz-Instituts Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK). Die Schader-Preisträgerin (2017) hat in Darmstadt und Buffalo, New York, Politikwissenschaft, Rechtswissenschaften und Wirtschaftswissenschaften studiert und an der Technischen Universität Darmstadt 2004 promoviert. Ihre Lehr- und Forschungsschwerpunkte umfassen Institutionen und Normen, Grundlagen politischer Herrschaft und ihrer Legitimation sowie Widerstands- und Protestphänomene mit einem Schwerpunkt auf soziale Bewegungen und Radikalisierungsdynamiken. Zu ihren bekanntesten Veröffentlichungen zählen: Überzeugung in der Politik. Grundzüge einer Diskurstheorie internationalen Regierens, Suhrkamp stw (2006); Jenseits der Anarchie: Widerstand und Herrschaft im internationalen System (mit Christopher Daase), in: Politische Vierteljahresschrift 56: 2 (2015), 299-318; und Protest in Bewegung? Zum Wandel von Bedingungen, Formen und Effekten politischen Protests. Sonderheft Leviathan (2017), herausgegeben mit Priska Daphi, Dieter Rucht und Simon Teune, Baden-Baden: Nomos.
Veranstalter:
Römerberggespräche e.V. in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und weitere Partner
News from the research center
Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026
Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte wie die Golfstaaten treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung – etwa in der Entwicklungszusammenarbeit oder in den Vereinten Nationen – in ihrer schwersten Krise. Innenpolitisch nehmen auch in Deutschland rassistische Einstellungen zu. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.
more information ›Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen
Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.
more information ›Schnittstellen im Gesundheitsrecht
Kießling, Andrea (Hrsg.) (2026): „Schnittstellen im Gesundheitsrecht“. Nomos.
more information ›International symposium honours the lifework of Jürgen Habermas
On Friday 19 June 2026, the Research Centre Normative Orders, in collaboration with Suhrkamp Verlag, paid tribute to the late Jürgen Habermas with an international symposium at Goethe University Frankfurt.
more information ›Identitätsbasierte Führung: Vom ICH zum WIR. Als Führungskraft gesunde und leistungsstarke Gruppen, Teams und Organisationen fördern
van Dick, Rolf; Kratzer, Benedik E., Steffens, Niklas K., Kerschreiter, Rudolf (2026): „Identitätsbasierte Führung: Vom ICH zum WIR. Als Führungskraft gesunde und leistungsstarke Gruppen, Teams und Organisationen fördern“. Springer Berlin.
more information ›Rethinking World Order: Political Ordering as Global Ecology
Hellmann, Gunther; Jacobi, Daniel (Hrsg.) (2026): „Rethinking World Order: Political Ordering as Global Ecology”. Bristol University Press
more information ›EU Law’s Future in a Fraying International Legal Order
Armin von Bogdandy (2026)
more information ›Inclusive messaging from leadership reduces discriminatory attitudes and norms: A mixed-methods social identity analysis of a fitness facility
Cruwys, Tegan; Rathbone, Joanne. A.; Quayle, Anika; Butalia, Radhika; Hardacre, Stephanie. L.; van Dick, Rolf (2026): „Inclusive messaging from leadership reduces discriminatory attitudes and norms: A mixed-methods social identity analysis of a fitness facility”. In: British Journal of Social Psychology, 65.
more information ›New Video Podcast Series "Our Planet, Our Health"
With "Our Planet, Our Health", a new video podcast series about questions of global health justice has launched. The series is hosted by Dr Romina Rekers as part of the Global Health Justice Postdoctoral Programme (GHJ), founded by the Höpp Foundation.
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