Migration mit Missverständnissen. Die Deutschen und ihre Staatsbürgerschaft

Frankfurter Stadtgespräch XIX. Prof. Dr. Rita Süssmuth (Bundestagspräsidentin a. D.) im Gespräch mit Prof. Dr. Andreas Fahrmeir (Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)

Einfach waren Entscheidungen über Einwanderung nie. Besonders in Deutschland konkurriert die Realität von Migration mit Zurückhaltung gegenüber der Regulierung und Legalisierung ökonomischer Zuwanderung. „Wir wären heute deutlich weiter und besser auf den Zustrom von Einwanderern vorbereitet, wenn sich die Politik auf Grundsätze des Kommissionsberichts hätte einigen können“, sagt Rita Süssmuth. Unter dem Vorsitz der CDU-Politikerin und ehemaligen Bundestagspräsidentin hatte eine Gruppe von Experten vor 15 Jahren ein Konzept für ein neues Einwanderungsgesetz vorgelegt, das von den Unionsparteien blockiert wurde. Hätte solch ein Gesetz heute bessere Chancen, wie wichtig sind Reformen der Einwanderungs- und Asylpolitik in der aktuellen Lage, und warum tun sich die Deutschen traditionell so schwer mit ihrem Staatsbürgerschaftsrecht? Wer soll und unter welchen Bedingungen Deutsche(r) werden können? Über diese Fragen diskutiert Rita Süssmuth mit Andreas Fahrmeir, Mitglied des Exzellenzclusters und Professor für Neuere Geschichte an der Goethe-Universität, zu dessen Schwerpunkten die Geschichte der Migrationspolitik gehört.

Moderation: Rebecca Caroline Schmidt (Geschäftsführerin des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“)

 

Veranstalter:
Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main

News from the research center

Publikation
20.08.2026 | Chapter

Abschied vom Neoliberalismus im Zeichen des Postliberalismus?

Biebricher, Thomas (2026): Abschied vom Neoliberalismus im Zeichen des Postliberalismus? In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 222-246.

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Publikation
20.08.2026 | Chapter

Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels

Daase, Christopher (2026): Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels. In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 205-221.

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Publikation
19.08.2026 | Anthology

Sokrates revised and revisited

Bohl, Judith K.; Brandis, Veronika; Pfeifer, Guido (Hrsg.) (2026): „Sokrates revised and revisited. Überlieferung, Diskurs, Inszenierung“. Heidelberg: Propylaeum. 

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Publikation
14.08.2026 | Chapter

Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia

Pfeifer, Guido (2026): "Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia". In: Gsell, Beate; Rüfner, Thomas; Babusiaux, Ulrike (Hrsg.): Die unverzichtbare Wissenschaft – The Indispensable Science, Mohr Siebeck, S. 663-671.

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Publikation
01.08.2026 | Chapter

"Das Andere in uns selbst" (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität

Langner-Pitschmann, Annette (2026): „Das Andere in uns selbst“ (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität. In: Schlette, Magnus et. al. (Hrsg.): Ordnung im Übergang Zur Funktion von Transzendenzbezügen in der Konstitution und Transformation politischer Gemeinschaft, Tübingen: Mohr Siebeck, S. 185-205.

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Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Book Presentation

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung in ihrer schwersten Krise. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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Publikation
23.07.2026 | Journal article

Governing the Subject of Populism

Biebricher, Thomas: "Governing the Subject of Populism". In: European Journal of Social Theory, OnlineFirst.

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Publikation
15.07.2026 | Monograph

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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Publikation
10.07.2026 | Anthology

Schnittstellen im Gesundheitsrecht

Kießling, Andrea (Hrsg.) (2026): „Schnittstellen im Gesundheitsrecht“. Nomos.

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