Lichter Rahmenprogramm Auftaktgespräch: Europa: Außen.Grenzen.Innen.
Auftaktgespräch mit Ralph Bollmann (Historiker und Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung), Prof. Dr. Nicole Deitelhoff (Professorin für Internationale Beziehungen und Theorien globaler Ordnungen, Exzellenzcluster Normative Orders an der Goethe-Universität Frankfurt am Main), Karl Kopp (Europareferent Pro Asyl), Dr. Mark Terkessidis (Migrationsforscher, Journalist, Publizist u.a. Interkultur (2010) und zuletzt Kollaboration (2015)).
Für die meisten Europäer gehörten Grenzen bis vor Kurzem der Vergangenheit an. Schlagbäume auf der Urlaubsreise nach Frankreich oder Italien waren Erfahrungen aus einem anderen Jahrtausend. Globales Wirtschaften, Erasmus-Stipendien, Billigflieger und Währungsunion hatten die Erinnerung an Blockbildung, Eisernen Vorhang und Kalten Krieg längst verdrängt.
Seit jedoch immer mehr Menschen vor Krieg und Elend nach Europa fliehen, hat sich das Bild gewandelt. Vielen Europäern wird erstmals wieder bewusst, dass Frieden, Wohlstand und Reisefreiheit keine Selbstverständlichkeiten sind. Die Geflüchteten geben den Dramen in den Herkunftsländern, an Europas Außen- und mittlerweile auch an Europas Binnengrenzen ein Gesicht inmitten der europäischen Gesellschaften. Ihre Anwesenheit konfrontiert die Europäer mit Fragen:
Wie ist es um die viel beschworenen europäischen Werte bestellt? Muss Europa seinen Wohlstand stärker teilen oder kann es weiter auf Abschottung setzen? Welche Verantwortung trägt Europa für die Konflikte in der arabischen Welt und andernorts? Wie können die Europäer gemeinsam zu friedlichen Lösungen beitragen und die Chancen pluralistischer Gesellschaften wahrnehmen lernen?
Moderation: Dr. Eberhard Nembach (Journalist und Politik-Redakteur von hr-info)
Veranstalter:
Lichter Filmfest Frankfurt International in Zusammenarbeit mit dem Exzellenzcluster “Die Herausbildung normativer Ordnungen”
News from the research center
Bedingungen unserer Existenz. Zur Aktualität Michel Foucaults
Saar, Martin; Vogelmann, Frieder (2026): Bedingungen unserer Existenz. Zur Aktualität Michel Foucaults. Berlin: Suhrkamp.
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Auf der Frankfurter Buchmesse spricht der diesjährige Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Philippe Sands mit dem Friedensforscher und Historiker Hendrik Simon über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Völkerrechts, über Ökozid und über die Frage, welche Rolle das Recht in einer von massiver Gewalt und globaler Zerstörung geprägten Welt spielen kann: von der East West Street bis zum Anthropozän.
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Moellendorf, Darrel (2026): The Examined Illness: A Philosopher Confronts Deadly Disease, Bristol: intellect.
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Biebricher, Thomas (2026): Abschied vom Neoliberalismus im Zeichen des Postliberalismus? In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 222-246.
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Daase, Christopher (2026): Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels. In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 205-221.
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Bohl, Judith K.; Brandis, Veronika; Pfeifer, Guido (Hrsg.) (2026): „Sokrates revised and revisited. Überlieferung, Diskurs, Inszenierung“. Heidelberg: Propylaeum.
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Pfeifer, Guido (2026): "Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia". In: Gsell, Beate; Rüfner, Thomas; Babusiaux, Ulrike (Hrsg.): Die unverzichtbare Wissenschaft – The Indispensable Science, Mohr Siebeck, S. 663-671.
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Langner-Pitschmann, Annette (2026): „Das Andere in uns selbst“ (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität. In: Schlette, Magnus et. al. (Hrsg.): Ordnung im Übergang Zur Funktion von Transzendenzbezügen in der Konstitution und Transformation politischer Gemeinschaft, Tübingen: Mohr Siebeck, S. 185-205.
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