Samira Akbarian: Widerstand als Hoffnung – Ziviler Ungehorsam in einer verrohten Welt
Vortrag von Samira Akbarian (Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Rechtsphilosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main) im Rahmen der 59. Römerberggespräche “Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt” am 18. April 2026 im Chagallsaal des Schauspiel Frankfurt.
Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet – und sich dabei immer unverhohlener als Monarch oder Cäsar geriert. Inzwischen imitieren auch andere internationale Politiker dieses autokratische Erfolgsmodell. Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen. Was bedeuten solche Selbstinszenierungen, worauf gründen sie, und warum stoßen sie teilweise sogar auf Anklang bei den Wählern? Was kann dieser rücksichtslosen Selbstherrlichkeit noch entgegengesetzt werden, oder ist die neue Realität jene alte, in der „die Starken tun, was sie wollen, und die Schwachen ertragen, was sie müssen“ (Thukydides)?
News from the research center
Bedingungen unserer Existenz. Zur Aktualität Michel Foucaults
Saar, Martin; Vogelmann, Frieder (2026): Bedingungen unserer Existenz. Zur Aktualität Michel Foucaults. Berlin: Suhrkamp.
weitere Infos ›Von der East West Street zum Anthropozän: Das Recht gegen Gewalt und Zerstörung
Auf der Frankfurter Buchmesse spricht der diesjährige Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Philippe Sands mit dem Friedensforscher und Historiker Hendrik Simon über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Völkerrechts, über Ökozid und über die Frage, welche Rolle das Recht in einer von massiver Gewalt und globaler Zerstörung geprägten Welt spielen kann: von der East West Street bis zum Anthropozän.
weitere Infos ›Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen
»Der Krieg ist zurück in Europa!«, heißt es – und mit ihm die Angst. Müssen wir wieder die Sprache der Machtpolitik lernen, um den Frieden zu sichern? Stehen wir wirklich vor dem Ende der regelbasierten Ordnung? Dr. Hendrik Simon bezieht im Gespräch mit Dr. Stefan Kroll in dieser hitzigen Debatte Stellung.
weitere Infos ›The Examined Illness. A Philosopher's Confrontation with Deadly Disease
Moellendorf, Darrel (2026): The Examined Illness: A Philosopher Confronts Deadly Disease, Bristol: intellect.
weitere Infos ›Abschied vom Neoliberalismus im Zeichen des Postliberalismus?
Biebricher, Thomas (2026): Abschied vom Neoliberalismus im Zeichen des Postliberalismus? In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 222-246.
weitere Infos ›Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels
Daase, Christopher (2026): Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels. In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 205-221.
weitere Infos ›Sokrates revised and revisited
Bohl, Judith K.; Brandis, Veronika; Pfeifer, Guido (Hrsg.) (2026): „Sokrates revised and revisited. Überlieferung, Diskurs, Inszenierung“. Heidelberg: Propylaeum.
weitere Infos ›Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia
Pfeifer, Guido (2026): "Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia". In: Gsell, Beate; Rüfner, Thomas; Babusiaux, Ulrike (Hrsg.): Die unverzichtbare Wissenschaft – The Indispensable Science, Mohr Siebeck, S. 663-671.
weitere Infos ›"Das Andere in uns selbst" (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität
Langner-Pitschmann, Annette (2026): „Das Andere in uns selbst“ (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität. In: Schlette, Magnus et. al. (Hrsg.): Ordnung im Übergang Zur Funktion von Transzendenzbezügen in der Konstitution und Transformation politischer Gemeinschaft, Tübingen: Mohr Siebeck, S. 185-205.
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