{"id":8591,"date":"2018-03-29T10:22:39","date_gmt":"2018-03-29T08:22:39","guid":{"rendered":"https:\/\/reverent-antonelli.23-88-7-78.plesk.page\/?post_type=aiovg_videos&#038;p=8591"},"modified":"2025-05-07T10:22:50","modified_gmt":"2025-05-07T08:22:50","slug":"im-namen-des-marktes-ttip-seine-schiedsgerichte-und-die-selbstfesselung-staatlicher-politik","status":"publish","type":"aiovg_videos","link":"https:\/\/normativeorders.net\/en\/video\/im-namen-des-marktes-ttip-seine-schiedsgerichte-und-die-selbstfesselung-staatlicher-politik\/","title":{"rendered":"Im Namen des Marktes? TTIP, seine Schiedsgerichte und die Selbstfesselung staatlicher Politik"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frankfurter Stadtgespr\u00e4ch XVIII.<\/strong> Prof. Dr. Armin von Bogdandy (Partner Investigator des Exzellenzclusters \u201eDie Herausbildung normativer Ordnungen\u201c und Direktor am Max-Planck-Institut f\u00fcr ausl\u00e4ndisches \u00f6ffentliches Recht und V\u00f6lkerrecht, Heidelberg) im Gespr\u00e4ch mit Prof. Dr. R. Alexander Lorz (Kultusminister des Landes Hessen und Professor f\u00fcr \u00d6ffentliches Recht an der Heinrich-Heine-Universit\u00e4t D\u00fcsseldorf)<\/p>\n<p>Das Transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaftsabkommen (TTIP) zwischen den USA und der EU geh\u00f6rt hierzulande zu den umstrittensten politischen Projekten der Gegenwart. Die Bef\u00fcrworter versprechen Wirtschaftswachstum, mehr im Geldbeutel auch f\u00fcr den Durchschnittshaushalt und sicherere, wie auch besser bezahlte Arbeitspl\u00e4tze. Nicht zuletzt wird behauptet, dadurch Globalisierung gestalten zu k\u00f6nnen. Kritiker hingegen sprechen von falschen Zahlen, halten die Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum f\u00fcr marginal und argumentieren, dass gr\u00f6\u00dfere M\u00e4rkte immer blo\u00df mehr Konzentration des Reichtums in den H\u00e4nden immer weniger Konzerne und Anleger bedeuten. Vor allem aber wird bef\u00fcrchtet, dass nach dem Inkrafttreten des Abkommens nationale rechtliche Regulierungen pl\u00f6tzlich als vertragswidrige Beschr\u00e4nkungen des freien Handels gelten k\u00f6nnten, wie z.B. \u00f6ffentlich subventionierte Kultur- und Bildungseinrichtungen. Damit w\u00fcrde die nationalstaatliche Politik rechtliche Gestaltungspielr\u00e4ume zugunsten eines unbeschr\u00e4nkten Wettbewerbs auf dem globalen Markt verlieren. Besondere Aufmerksamkeit hat auch die Absicht der Verhandlungsparteien gefunden, k\u00fcnftige Handelskonflikte im Rahmen des Abkommens nicht durch ein staatliches Gericht, sondern durch private Schiedsgerichte schlichten zu lassen. Damit w\u00fcrde nicht nur die politische Gesetzgebung eingeschr\u00e4nkt, sondern auch die \u00f6ffentliche Gewalt der Justiz zugunsten privater, marktad\u00e4quater Streitschlichtung, die wiederum in die politische Gesetzgebung des Nationalstaates eingreifen k\u00f6nnte.<\/p>\n<p>Von wem und in wessen Namen wird in Zeiten von TTIP Recht geschaffen und angewendet? Welche Legitimationsprobleme ergeben sich daraus? Und welcher Handlungsraum bliebe im Rahmen dieses Abkommens \u00fcberhaupt noch der Politik?<\/p>\n<p>Moderation: Rebecca Caroline Schmidt (Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin des Exzellenzclusters \u201eDie Herausbildung normativer Ordnungen\u201c)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><em>Veranstalter:<\/em><br \/>\nExzellenzcluster \u201eDie Herausbildung normativer Ordnungen\u201c in Kooperation mit dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Frankfurter Stadtgespr\u00e4ch XVIII. 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